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Bilder Depot · artwork depot SIEGMUND HAHN 1926 - 2009
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Siegmund Hahn wurde 1926 in Berlin geboren. Sein Vater war Pfarrer und viele Jahre Missionar in Afrika. Schon mit 16 Jahren hat Sigmund Hahn das Gymnasium verlassen, um sich voll der Kunst zu widmen.

Von 1942 bis 1944 studierte er an der Akademie der Künste bei Professor Gerhard Ulrich. Im Frühjahr 1944 wurde er eingezogen und später als Meldereiter nach Ostpreußen geschickt, wo er Mitte April 1945 an Bein und Rücken schwer verwundet wurde. Mit einem der letzten Lazarett- und Flüchtlingsschiffe aus Ostpreußen gelangte er über Kopenhagen in ein Lazarett in Hage (Ostfriesland). Weihnachten 1945 kehrte er wieder nach Berlin zurück. Sein älterer Bruder fiel im Zweiten Weltkrieg. Schon im nächsten Jahr nahm er das Studium an der Kunstschule des Nordens in Berlin-Weißensee wieder auf. Ende 1947 wechselte er an die Hochschule für Bildende Künste und wurde dort von Paul Strecker und später von Max Kaus unterrichtet. Maßgeblich beeinflussten ihn aber vor allem Karl Hofer und Karl Schmidt-Rottluff.

Um seine benötigten Malmaterialien zu bezahlen, schrieb er für die Jugendzeitschrift Der Start kurze Kritiken. Als Mitglied der Gruppe „Der Igel“ stellte er als 24-Jähriger in der „Galerie Schüler“ in Berlin-Zehlendorf aus.

Will Grohmann schrieb damals in der Neuen Zeitung: „Sigmund Hahn mutet sich mit dem 'Heiligen Franz' einen an Bosch genäherten stilisierten Realismus zu, für einen Vierundzwanzigjährigen allerhand. Weitere positive Kritiken folgten. Seine Frau Silva heiratete er 1952. Mit ihr bewohnte er bis zu seinem Tode eine Atelierwohnung, gebaut von Hans Scharoun.

1954 verlieh die Jury Hahn den Kunstpreis der Stadt Berlin für Grafik. Es folgten in der nächsten Zeit weitere Einzelausstellungen in Berlin, Hamburg, München und Paris. Bis 2002 war Sigmund Hahn mit seiner Frau noch regelmäßig auf Studienreisen, so zum Beispiel nach: Rom, Paris, Vence, Ronchamp. London, Lissabon, Kairo, Istanbul, Prag und Budapest.

Anlässlich der jährlichen Benefiz-Kunstauktion der evangelischen Kirche zu Gunsten von Projekten für Flüchtlinge und Migranten stiftete Sigmund Hahn von Anfang an Drucke seiner begehrten Holzschnitte.